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ENTERALE / PARENTERALE ERNÄHRUNG

Eine frühe enterale Nahrungszufuhr sollte, wann immer durchführbar, einer parenteralen vorge-zogen werden. Neben einer geringeren Komplikationsrate, wie z.B. Sepsis oder Thrombose, spricht für eine enterale Ernährung, daß die Nahrungspassage physiologisch verläuft. Hierdurch werden die für eine enterale Nahrungsresorption benötigen intestinalen Hormone stimuliert und die regionale Schleimhautdurchblutung verbessern. So kommt es bei enteraler Ernährung seltener zu metabolischen Entgleisungen wie Hyperglykämie oder Hypertriglyzeridämie. Ferner kann ein eine Inaktivitätsatrophie der Darmzotten vermieden und die Stabilität der Mukosabarriere erhalten werden. Hierbei wird eine geringere bakterielle Translokation mit der Folge einer Verminderung des Eintretens eines SIRS und infektiöser Komplikationen angenommen. Eine klassische Metaanalyse prospektiver randomisierter Studien von Moore ergab bei chirurgischen Risiko-patienten signifikant weniger septische Komplikationen aus, so werden in der Leber vermehrt viszerale Strukturproteine synthetisiert, während die Bildung von Akut-Phase-Proteinen abnimmt.

Wir, das Pflegeteam der Well Med verfügen über schmerztherapeutische Kenntnisse, die das   allgemeine Krankenpflegewissen weit übersteigen.
Wir sind mit Nebenwirkungen, Höchstdosierungen, Umrechnungsfaktoren zum Dosisäquivalent,   Wechselwirkungen und Kombinationsmöglichkeiten der Analgetika aller WHO-Stufen vertraut.
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Eine große Anzahl von Patienten sind von einer Störung der Nahrungsaufnahme betroffen. Einerseits kann die Erkrankung zu Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen führen – wie zum Beispiel bei onkologischen Patienten, so daß die Patienten sich nicht mehr ausreichend ernähren. Andere Patienten sind aufgrund ihrer Krankheit nicht in der Lage, „normal” zu essen. Neurologische Kau- und Schluckstörungen (z.B. nach apoplektischem Insult), Stenosen im Kopf-Hals-Bereich oder auch Bewußtlosigkeit (Intensivpatienten) machen eine normale Ernährung unmöglich. Eine weitere Gruppe von Patienten darf keine herkömmliche Nahrung zu sich nehmen, weil z.B. eine akute Phase chronisch entzündlicher Darmerkrankungen oder frische Anastomosen im Magen-Darm-Bereich vorliegen. All diese Patienten sind in der Regel von einer Mangelernährung bedroht.

„Mangelernährung“ bedeutet nicht allein Gewichtsabnahme (quantitative Mangelernährung), sondern auch das Fehlen einzelner essentieller Nährstoffe wie zum Beispiel Eiweiß, Mineralstoffe oder Spurenelemente (qualitative Mangelernährung). Mangelerscheinungen führen häufig zu Komplikationen bei der Wundheilung (z.B. Dekubitus, Anastomoseninsuffizienz) und zu Störungen der Infektabwehr (z.B. Pneumonien). Ein verlängerter Krankenhausaufenthalt und erhöhter Pflegeaufwand sind die Folgen. Ausreichende Ernährung hängt direkt zusammen mit der Lebensqualität des Patienten, aber auch mit Therapieerfolg und Kostenaufwand. Klinische Ernährung ist deshalb für die oben beschriebenen Patienten mit einer beeinträchtigten Nahrungsaufnahme ganz besonders wichtig, um eine Mangelernährung zu verhindern oder zu beseitigen. Die richtige Ernährung leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wohl der Patienten und zum Erfolg der Pflege und Therapie.

Klinische Ernährung ist auf unterschiedlichen Zufuhrwegen möglich. Enterale Ernährung bezeichnet die Zufuhr von flüssigen Nährsubstraten als Trink- und Sondennahrung unter Einbeziehung des Magen-Darm-Traktes und wird als die physiologische Form der klinischen Ernährung angesehen. Die Substrate für die enterale Ernährung enthalten Nährstoffe in weitgehend natürlichen Verbindungen (z.B. Milcheiweiß) bzw. in leicht modifizierter Form (z.B. Oligopeptide). Diese Form der Nährstoffe wird vom Verdauungstrakt ganz oder teilweise weiter abgebaut und vom Dünndarm dann erst in den Blutkreislauf abgegeben. Durch die gastrointestinale Applikation von Nährstoffen werden physiologische Regelmechanismen des Körpers genutzt und aufrechterhalten. So bewirkt z.B. die enterale Ernährung eine Erhaltung der Darmschleimhaut als natürliche Bakterienschranke und eine Stimulation gastrointestinaler Hormone. Parenterale Ernährung führt die Nährstoffe dem Körper direkt über zentral- oder periphervenöse Katheter zu. Hier entfällt die Verdauungsleistung des Gastrointestinaltraktes ganz. Dementsprechend müssen alle Substrate in aufgespaltener Form vorliegen (z.B. Aminosäuren), damit sie dem Stoffwechsel zur Verfügung stehen können. Da die enterale Ernährung grundsätzlich die physiologischere Form der Nährstoffzufuhr darstellt, sollte sie bei Patienten mit funktionstüchtigem Gastrointestinaltrakt immer vorrangig gewählt werden.

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  • Tumorkachexie
  • Stenosen im Kopf-Hals-Bereich
  • Ösophaguskarzinome
  • Chemo-/Strahlenenteritis
  • neurologische Kau- und Schluckstörungen: apoplektischer Insult, amyotrophe Lateralsklerose, Bulbärparalyse
  • apallisches Syndrom
  • senile Demenz
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • prä-/postoperative Ernährung
  • Kurzdarmsyndrom
  • Gesichtsfrakturen
  • Operationen im ZMK-Bereich
  • Morbus Crohn
  • Pankreasinsuffizienz
  • Kurzdarmsyndrom
  • HIV/AIDS-bedingte Resorptionsstörungen
  • Bewußtlosigkeit
  • Katabolie: Schädel-Hirn-Trauma, große operative Eingriffe, Verbrennungen
  • Mucoviszidose
  • cerebrale Schädigung
  • körperliche/geistige Behinderung
  • Gedeih- und Wachstumsstörungen

 

Die Trinknahrung wird als Zusatznahrung eingesetzt, wenn der Patient zwar noch Nahrung aufnimmt, aber nicht mehr in ausreichender Menge. Außerdem bietet eine Trinknahrung die Möglichkeit bei erhöhtem Eiweißbedarf bzw. Eiweißmangel auch ganz gezielt Protein zu supplementieren. Eine vollständige Ernährung ist ebenfalls mit einer Trinknahrung möglich. Dies erlaubt dem Patienten eine vollständig bedarfsdeckende Ernährung (z.B. bei Kaustörungen), ohne auf eine Sonde angewiesen zu sein.

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Eine vollständige Ernährung mit Trinknahrung ist jedoch nicht immer möglich (Bewußtlosigkeit, Ösophagusstenosen u.a.). In diesem Fall ist eine Ernährung über eine transnasale oder perkutane Sonde das Mittel der Wahl. Auch bei mangelnder Akzeptanz von ausreichenden Mengen an Trinknahrung ist die Sondenernährung eine sinnvolle Alternative, um eine sichere Nährstoffzufuhr zu ermöglichen.